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Eine andere Möglichkeit ist es, sich auf seine Ohren zu verlassen, oder habt Ihr beim Einparken schon mal die hinter Euch stehende S-Klasse gerochen? Im Gegensatz zur Abstandsbestimmung per Geruchssinn besteht dann sogar die Möglichkeit des Empfindens einer weiteren Dimension - der Gerichtetheit von Abständen (vorausgesetzt, Ihr habt zwei Ohren ab Version 12.5.23 für den Stereoempfang). Einparken ist also auch in Unkenntnis der Gangschaltung des jeweiligen Fahrzeugs oder sogar mit Automatik (da kann man sowieso nichts mehr beeinflussen) möglich, denn wenn man den Kopf leicht nach links neigt, hört man einen Aufprall an vorderster Front mit dem rechten Ohr garantiert besser. (Skizze?!) Egal, wie ich den Abstand jedoch bestimme (will heißen, welche Metrik ich zugrunde lege - die Zwiebel-, die Glassplittermetrik oder was auch immer) - bestimmte Eigenschaften haben alle Metriken d(x,y) gemein: d(x,x)=0: Viel Döner essen hilft nur, um Abstand von anderen, nicht jedoch von sich selbst zu gewinnen. d(x,y)=d(y,x): Von meinem Trabi bis zur S-Klasse ist es genausoweit wie von der S-Klasse bis zu meinem Trabi. (Hier sei x=Trabi und y=S-Klasse) d(x,y)+d(y,z)>=d(x,z): Steht der Wind einmal ungünstig und bläst mir das Parfüm des Egoisten nicht direkt in die Nase, so scheint der Abstand zu ihm größer zu sein (wenn ich mich nur auf meinen Geruchssinn verlasse). Diese drei sehr allgemein und universell
formulierten Metrikaxiome lassen nicht nur Abstandsbestimmung in euklidischen
(also geometrisch vorstellbaren) Räumen zu. Es ist zum Beispiel auch
möglich, eine Metrik zu definieren, welche den Abstand der Buchstaben
in einem abzählbaren Alphabet (muß nicht unbedingt ASCII sein)
bestimmt, indem man einfach die zwischen den zwei Buchstaben (deren Abstand
zu bestimmen ist) liegenden zählt. Zwischen U und X liegen V und W,
woraus folgt, daß d(U,X)=2, der Abstand von A zu E hingegen ist 3.
Ein größerer Abstand ist häufig von Vorteil. Deswegen machen
wir Euch auch kein X für ein U, sondern ein A für ein E: Empfohlene Pflichtlektüre bis zur
nächsten Kolumne: |
Auch die Kollegen waren wieder fleißig.
Deshalb gibt es die Liste der Stadtmagazine
im Internet. | |