Aus dem Repertoire
Alvin Singleton "Shadows for orchestra"
Der Afroamerikaner Alvin Singleton wurde 1940 in Brooklyn geboren
und erhielt erste musikalische Impulse aus dem kulturellen Gemisch
New Yorks. Als sein musikalisches Ideal bezeichnet er eine "Verbindung
aus dem Geist James Browns und der musikorganisatorischen Klugheit
eines Lutoslawski". Sein 1987 vollendetes Werk "Shadows for orchestra"
beeindruckt durch seine stilistische Reichhaltigkeit und könnte
auf Grund seiner meditativen Wirkung mit dem Bolero Ravels verglichen
werden.
Frank Zappa "The Yellow Shark"
Dreißig Jahre lang war Frank Zappa, geboren 1940 in Baltimore,
einer der wichtigsten Innovatoren der Rockmusik und bereits vor
seinem Tod im Dezember 1993 eine Rocklegende. Sein umfangreiches
Schaffen wird vor allem durch die klangliche Erfindungskraft und
die faszinierende Vielfalt der Stile bestimmt.In seiner letzten
großen Komposition "The Yellow Shark" vereint er Klangflächen,
Improvisationen und rhythmische Passagen auf seine einzigartige
Weise zu einem Orchesterwerk voller musikalischer Satiren.
Paul Schoenfield "Four Parables" für Klavier und Orchester
Mit "Four Parables", die 1982/83 entstanden, ist es Schoenfield
gelungen, ein anspruchsvolles, virtuoses Klavierkonzert zu schaffen,
das auf sehr humorvolle Art verschiedenste Musikstile miteinander
kombiniert und durch seine Anklänge an den Blues und den Ragtime
Parallelen zu Gershwins "Rhapsody In Blue" erkennen läßt.Paul
Schoenfield, 1947 geboren, war in Minnesota als Komponist und
Pianist tätig und lebt heute in Israel.
Steve Reich "Tehillim" für vier Soprane und Kammerorchester;
"The Desert Music" für Chor und großes Orchester
Steve Reich wurde 1936 in New York geboren und ist einer der Hauptvertreter
der "Minimal Music". Er studierte unter anderem bei Darius Milhaud
und Luciano Berio Komposition und lernte bei einem Meistertrommler
des Ewe-Stammes am Institut for African Studies in Ghana afrikanische
Perkussionskunst. "Tehillim" (1981) und "The Desert Music" (1984)
zählen zu seinen bedeutendsten Werken. Hier ist der Einfluß des
Jazz sowie der afrikanischen Rhythmik besonders deutlich zu spüren.